Magdeburger Advents OL 2025
Zu seinem nun mehr dritten Orientierungslauf verschlug es Marcel Gerlach erneut in den Magdeburger Stadtpark zum Advents OL. Über die Distanz von 6,2 Kilometern waren 15 Starter gemeldet. Die Angabe der Streckenlänge versteht sich als Luftlinie zwischen den Posten. Von diesen gab es 21 Stück, welche in einer vorgegebenen Reihenfolge anzulaufen waren.
>>Während ich im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich die auf der Karte verzeichneten Wege genutzt habe, ging es diesmal querfeldein. Ich habe viel mehr die Geländestrukturen und landschaftlichen Merkmale genutzt um mich zu orientieren. Bereits vor ein paar Wochen beim Nacht-OL in Seesen hat sich gezeigt, wie wichtig es ist diese zu nutzen. Letztendlich war es eine spontane Entscheidung aufgrund der Streckenlegung weniger nach den Wegen zu gehen. Insgesamt lief es sehr gut. Am Anfang lief es noch nicht ganz so rund, aber dann hätte es auch am Ende nicht ganz so funktioniert wie es letztlich gelaufen ist. Aber von vorne. Die größte Einbuße an Zeit hatte ich gleich zu Beginn am ersten Posten. Prinzipiell bin ich direkt auf die Position zugelaufen, habe mich aber zu schnell verunsichern lassen, was letztlich eine extra Schleife mit sich brachte. In der späteren Auswertung der GPS-Aufzeichnung komme ich auf etwa 3 Minuten was dies ausgemacht hat. Beim zweiten Posten habe ich dann einen verzeichneten Trampelpfad nicht beachtet was mich weitere 2 Minuten gekostet hat. Insgesamt war es das dann aber auch schon mit den Ausreisern. Es gab noch zwei, drei weitere Stellen an welchen ich im Nachhinein mit einem anderen Verhalten Zeit gespart hätte, aber die sind kaum der Rede wert. Ich finde es sehr spannend im Nachgang konkret auszuwerten, was man wo besser machen könnte. Das ist einer der Punkte die diesen Sport ausmachen. Im Wettkampf selbst bleibt nicht viel Zeit für Entscheidungen. Für gewöhnlich bewegt man sich bereits auf ein Ziel zu, während die Berechnung der Route noch in Arbeit ist. Desto länger ich also im Wettkampf war, desto besser ist es gelaufen. Ab Posten 12 hatte ich einen Verfolger, der auf der selben Bahn wie ich unterwegs war. Abschütteln hat nichts gebracht und nach einem kurzen Stolperer mit Rolle vorwärts auf dem Weg zu Posten 17 gab es den Führungswechsel. Man sagte mir später, dass die Rolle, welche ich glücklicherweise vermochte auf einer Wiese durchzuführen, Stuntreif war. Insbesondere, da sie mich direkt wieder in den Laufschritt beförderte und den Wettkampf unverzüglich fortsetzen ließ. Der Führungswechsel kam mir dennoch ganz recht. So hatte ich bei den letzten Positionen einen Hasen und musste nur grob die Korrektheit der Route und Postenkennzahlen prüfen. Nachdem wir zeitgleich mit der Nummer 21 die letzte Position erreicht hatten ging es auf ins Ziel. Unerwarteter weise lief mein Konkurrent die nördliche Runde um den Bach, währen ich mich für die Südliche entschied. Diese waren gleichlang und ich war mir sicher, dass ich das reine Laufduell für mich entscheiden würde. Jedoch wurde mir schnell klar, warum mein Konkurrent sich für die nördliche Route entschieden hatte. Auf meiner gab es zwei spiegelglatte Holzbrücken, welche letztlich den entscheidenden Nachteil gebracht haben. Für die Platzierung machte dies keinen Unterschied, da die Starts einzeln und in Zeitabständen erfolgen.
Insgesamt erreichte ich Platz 9. Im Vergleich zum Nacht OL ist dies eine deutliche Verbesserung. Auch die Orientierung klappt beim Laufen immer besser. Und die Veranstaltung hat mal wieder einen riesigen Spaß gemacht.<<